Die Hammerthaler Muttergottes in der Heilig-Geist-Kirche


Ursula Hammerthaler, die Ehefrau des Münchner Wirts Hammerthaler, entdeckt 1620 bei einem Besuch im Kloster Tegernsee eine Madonnenfigur, von der sie sich auf wundersame Weise angezogen fühlt. Sie schafft es (durch eindringliches Bitten), dass der Abt des Klosters die aus dem 15. Jhr. stammende Schnitzerei nach München überführen lässt. Ab dem Zeitpunkt, als die Wirtin die Muttergottes in der Hauskapelle des „Hammerthaler Hofs“ (heute Böhmler im Tal) auftstellt, geschehen Wunder.

Ihre langjährigen Gelenkschmerzen sind verschwunden. Das Wunder spricht sich herum (oder die Hammerthalerin spricht es herum) und bald wollen alle die Muttergottes sehen.

Die Figur kommt in die Augustinerkirche, die in Kürze wegen des Andrangs einen neuen Fußboden benötigt. Und die Wunder hören nicht auf. Agatha Huberin kann nach einer Messe zu Ehren des Gnadenbildes wieder ohne Krücken und Schmerzen gehen, Jacob Zahler droht in einem Flußstrudel zu ersaufen, aber unter Wasser erscheint ihm die Madonna. Aber es sind dann ganz weltliche Hände, die ihn aus dem Wasser ziehen. Sogar einem Studenten, unter einem eingestürzten Haus begraben, erscheint die Madonna in seiner Not. Auch er wird gerettet. Man kann sich merken: solange einem die Madonna erscheint, ist es noch nicht vorbei.

Als 1638 das Augustinerkloster aufgelöst wird, kommt die Hammerthaler Muttergottes in die Heilggeistkirche und wird dort bis zum heutigen Tag angebetet.


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