Die Heilige Munditia in St. Peter

Im Heiligen Jahr 1675 wurden in Rom dem Münchner Ratsherrn und Kaufmann Franz Benedikt Höger die Gebeine einer Munditia aus den Cyriaca-Katakomben als Geschenk für die Peterskirche übergeben. Die Reliquien der römischen Katakombenheiligen wurden in München kunstvoll gefasst und im erhaltenen Schrein am 5. September 1677 mit barocker Festlichkeit nach St. Peter übertragen.

Eine aufgeklärte Regierung 1804 verlangte, dass die heilige Munditia endlich durch einen Holzschrein verdeckt werde. „Aberglaube“ wurde nicht mehr geduldet! Seit 1883 nach Renovierung der Kurche wieder öffentlich einsehbar.

Am 17. November ist Munditiafest.

Inschrift auf Marmorstein unter Kopf

DDM MUNDICIE PROTOGENIE BENEMERENTI QUAE VIXIT ANNOS LX – QUAE IBIT IN PACE XV KAL D

ZUM FROMMEN GEDENKEN AN MUNDITIA PROTOGENIA DIE WOHLVERDIENTE: SIE LEBTE 60 JAHRE UND GING EIN IN DEN FRIEDEN AM 15. TAG VOR DEN KALENDEN DES DEZEMBERS (17. NOVEMBER) – APC

Schwierigkeiten bei Übersetzung "APC"

Entweder ASCIA PLEXA CAPITA also MIT DEM BEIL ENTHAUPTET.
Oder ANDRONICO PROBO CONSULIBUS, also unter dem Konsulat von Andronicus und Probus. Dann käme das Jahr 310 als Sterbedatum in Frage.

360°-Ansicht der Hl. Munditia (aus Facebook)

Diese 360°-Ansicht stammt aus einem etwas älteren Post auf unserer Facebook-Seite.

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